Internationale, institutionell bedingte Kriminalität   Leave a comment

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Gibt es eine institutionell bedingte, oder so gar gezielt gestützte Kriminalität?

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Eine verräterische Frage, weil diese neue Form der unbegrenzten Freiheiten ist am Vormarsch. Bei manchen Fällen lässt sich die ganze Entwicklung in ihrer Ursache – Folge – Wirkung deutlich analysieren. Ein, nicht das einzige, aber bei oberflächlicher Betrachtung, Paradebeispiel ist Kosovo. Man ist zugleich dem Wahrheitspflicht zufolge gleich darauf hinzuweisen, dass diese kriminelle Entwicklung ohne reichliche Hilfe, langfristigen Zielen und Verwendung der Methoden von internationalen Ebene der ganzen politischen Maßnahmen in dieser Form nie möglich gewesen wäre.  Kosovo nur ein Beispiel, aber die Spiegelung der viel komplexeren Problematik eines allgemeinen Veränderungsprozesses.

Ohne Anerkennung  und Umsetzung der Grundprinzipien der demokratischen rechtsstaatlichen Grundordnung ist eine Verbesserung überhaupt nicht möglich, langfristig ist der Zustand der realen Rechtlosigkeit die Basis und damit die altbekannte Ursache der nächsten Welle der Instabilität. Wenn man zulange aus angeblichen politischen Interessen Rücksicht nimmt und unterstützt tatsächlich die grenzüberschreitende Kriminalität, oft verbunden mit reichlichen Methoden und Instrumenten der nachrichtendienstlichen und geheimen diplomatischen Verbindungen zur Justiz und Politik solche Entwicklung, sollte sich niemand wundern welche Folgen daraus entstehen müssen. Unmut und Unzufriedenheit angesichts erkannter Funktionsweise des ganzen Schmiertheater wächst.

 

Korruptions-Vorwürfe gegen EU-Beamte im Kosovo

 

Einige Beamte der Rechtsstaatlichkeits-Mission der EU sollen im Kosovo Bestechungsgelder von strafverdächtigen Kosovaren erhalten haben. Im Gegenzug sollen die EU-Beamten laufende Strafverfahren gegen die Verdächtigen fallen gelassen haben

Die Rechtsstaatlichkeits-Mission der EU (EULEX) im Kosovo kämpft um ihre Glaubwürdigkeit. Ihren Vertretern wird Bestechlichkeit und Einschränkung der Pressefreiheit vorgeworfen. Sie sollen Journalisten bedroht haben.

Der Premierminister des Kosovo ist Hashim Thaçi. Er gilt als einer der Schlüsselfiguren zwischen organisierter Kriminalität und Politik. In den vergangenen Jahren hat es die Rechtsstaatlichkeits-Mission der EU (EULEX) immer wieder unterlassen, Untersuchungen gegen den 46-Jährigen zu veranlassen. (Foto: dpa)

Hashim Thaç

Der Premierminister des Kosovo ist Hashim Thaçi. Er gilt als einer der Schlüsselfiguren zwischen organisierter Kriminalität und Politik. In den vergangenen Jahren hat es die Rechtsstaatlichkeits-Mission der EU (EULEX) immer wieder unterlassen, Untersuchungen gegen den 46-Jährigen zu veranlassen. (Foto: dpa)

Doch EULEX-Chef Gabriele Meucci nahm die betroffenen EULEX-Mitarbeiter auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Schutz. In Piristina sagte er, dass die EULEX-Mitarbeiter den Kosovo für die Menschen und ihre Kinder zu einem besseren Ort machen wollen. „Sie verdienen es, ihre Arbeit zu erledigen und am Abend zu ihren Familien zurückzukehren, ohne dem Verdacht der Korruption ausgesetzt zu sein“, zitiert der EU Observer Meucci.

Gegen Bestechung verfolge er eine „Null-Toleranz“-Politik. Wenn EULEX ein Problem entdecke, werde sofort reagiert. Deshalb werden jährlich durchschnittlich 100 interne Untersuchungen durchgeführt.

Auf Nachfrage eines Reporters, ob es stimmt, dass EULEX Druck auf einen lokalen Reporter ausgeübt habe, um die Berichterstattung über Bestechungs-Vorfälle zu unterbinden, sagte Meucci: „Absolut nicht. Meine Mitarbeiter trafen sich mit den Medien in gutem Glauben.“

Die EU-Sprecherin Maja Kocijancic sagte am selben Tag, dass EULEX „nichts unversucht lasse“, um die Korruption unter ihren Beamten auszumerzen. Seit 2013 würde EULEX den Vorwürfen nachgehen, die in den Medien veröffentlicht wurden.

Der gesamte Korruptions-Skandal begann als die kosovarische Zeitung Koha Ditore darüber berichtete, dass Strafverdächtige unsachgemäß enge Kontakte zu EULEX-Beamten pflegen würden. Koha Ditore berief sich dabei auf interne EULEX-Dokumente.

Die Dateien enthielten Briefe der britischen Staatsanwältin Maria Bamieh, die auf die EU-Mission angesetzt wurde. Den Briefen zufolge sollen die EULEX-Chefanklägerin Jaroslava Novotna und der Ex-Vorsitzender von EULEX, Franceso Florit, in den Jahren 2012 und 2013 mehrere Strafverfahren gegen Bezahlung fallen gelassen haben. Alleine Florit soll 370.000 Euro an Bestechungsgeldern eingestrichen haben, berichtet

Der hochrangige EULEX-Vertreterin Jonathan Ratel soll dann anschließende interne Untersuchungen bezüglich der Verdachtsfälle auf Bestechung verhindert haben.

EULEX hat kürzlich ihre Mitarbeiter-Anzahl von 2.200 auf 1.600 verkleinert. Sie ist immer noch die größte EU-Krisenmission im Ausland.

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Maria Bamieh: ‘I learned to adapt and survive’

The Guardian homeThe Guardian, Wednesday 5 November 2014

 

Suspended Eulex prosecutor has emerged as a folk hero to many ordinary Kosovans

 

As soon as Maria Bamieh decided to go to the press with allegations of corruption and cover-up, officials from the EU’s rule of law mission began briefing aggressively against her, depicting her as a mediocre prosecutor, bitter and possibly unbalanced at having been made redundant.

“They made her sound like some kind of bag-woman,” said a former colleague.

The campaign was so relentless that it began to rattle Bamieh – a 55-year-old Londoner and the inconvenient woman at the centre of the storm engulfing Pristina and the Brussels foreign policy establishment.

“I heard that I was crazy so often, I keep having to go back to the documents to remind myself that I didn’t make it up,” Bamieh said. Those documents dating to 2012 show evidence of possible corruption among Eulex officials which she assumed would trigger an immediate investigation. Instead, they marked the start of a sharp downward turn in her Eulex career culminating in her abrupt suspension on October 24.

Maria Bamieh

Bamieh’s reaction to her ejection from the prosecutor’s job she held for seven years was defiant to the point of recklessness. In two unrestrained performance on Kosovan television, during which she directly confronted the judge at the centre of the allegations by Skype link, and acted out conversations she had had with superiors, even putting on mock foreign accents, which may have helped enhance the eccentric picture her former employers were trying to paint of her, at least among westerners in Pristina.

However, she has emerged as a folk hero to many ordinary Kosovans, who have grown cynical over the years about Eulex’s promise to clean up their society, and who increasingly see the foreign institution as part of the problem rather than the solution. She also has the respect of several Kosovan and western investigators for her work rate and her success in securing convictions.

“There are really good, honest prosecutors in Eulex who give everything to the job, and Bamieh was one of those,” said a veteran Kosovan investigator.

Eulex officials have pointed to an explosive fallout Bamieh had with a previous employer, the UK’s Crown Prosecution Service, in a bid to portray her as habitually litigious. But the decision in her 2003 case against the CPS for race and sex discrimination and victimisation, was so decisively in her favour that it more accurately conveys the image of a woman who has repeatedly suffered discrimination, confronted it and won.

The Bedford employment tribunal which ruled in her case awarded her £250,000 in damages and agreed with her claim that the CPS had wanted “to rub her face in the dirt” after she began to take action against her employers. The tribunal concluded the service’s conduct towards her fell below the standard “we would have expected of a corner shop”.

Bamieh, a chain-smoking 55 year-old, says she spent much of her life feeling like a misfit. Born in Delhi to a half-Indian, half-British mother and a Lebanese father, she spent her early years moving from one country to another according to her father’s assignments as a journalist for the Middle Eastern press. He died when she was young and after a short stay in Gibraltar, Bamieh and her mother arrived to Britain when she was ten.

At her Croydon comprehensive school she stood out for having a somewhat posh accent learned in expatriate schools abroad but she quickly adjusted to the London accent she has now.

“I learned to adapt and survive. I became a street kid,” she said.

Her first career choice was a nurse like her mother, but she soon discovered that she was a hypochondriac and felt dramatically unsuited to the job. So she studied for the bar, and in a time when comprehensive-educated minority women were sparse in the field, she charmed her way into her first pupillage by walking from one barristers’ chambers to another, introducing herself.

Bamieh says she has grown to treat Kosovo as home in the past seven years, getting to know more locally hired colleagues than expatriates, but she insists that she is now ready, if necessary, to go home to Hendon.

“I’ll look after my garden and draw my pension and be quite happy,” she said.

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Veröffentlicht 21. Januar 2015 von Viktor Koss

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