Terror und Gegenterror seit 1966 – Vorgeschichte   Leave a comment

Die Genese des Konflikts seit 1967 – Kroatische Ustascha Bewegung gegen den Staat Jugoslawien

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Die Fortsetzung – Terror und Gegenterror unter dem staatlichen Denkmantel – Udba vor dem Oberlandesgericht in München

1929 gegründet, stellt die als selbst ernannte terroristische Organisation die Auflösung des damaligen Königreichs Jugoslawiens und die Bildung eines unabhängigen Nationalstaates Kroatiens als Hauptziel des Kampfes. Das Problem war dass die unbestimmte Grenzen Kroatiens und in den vorgesehenen Grenzen existente serbische und moslemische Bevölkerungsanteile eine Mehrheit gegenüber den Kroaten bildeten. Durch neben anderem Terror und strenge nationalistisch bis extreme radikale Politik sollten die Grundziele erreicht werden. Diese nicht bedeutende politische Strömung zwischen der kroatischen politischen Parteien und Intellektuellen hatte doch ihren Ursprung in der Bildung der nationalen Ideologien in der zweiten Hälfte des 19ten Jh. Ein Mehrvölkerstaat, seit 1919 Jugoslawien, vorher K.u.K.-Monarchie standen dieser neuen nationalen Strömungen und Ideen über nationale Freiheit entgegen. Damit wären die politische Ziele vertretbar gewesen, weil in der Tat existierte eine Praxis des Zentralismus in der realen Politik der alten Formen der beiden Königreiche. Sind sie aber nicht weil von politischen Idealen wurde schnell der Schritt zu einer extremen terroristischen Organisation und darüber hinaus was die nahe Zukunft bestätigen wird verbrecherischer Organisation.

Abgesehen von allen wichtigen Details, die Ustascha-Bewegung entwickelte sich schon in 30er Jahren in eine  terroristische extrem nationalistische Organisation und wurde bekämpft, besonders nach dem Attentat in Marseille am 9. Oktober 1934 auf den König Jugoslawiens Aleksandar , dem auch sein Gastgeber, der französischen Außenminister Barthou, zum Opfer fiel. Der bewiesene terroristische Wille und ein extremer Chauvinismus der durch den Völkermord während des Zweiten Weltkrieges auf der Seite der anderen nazistischen Regime seinen Höhepunkt erreichte, zeigte sich geeignet unter dem Denkmantel der antikommunistischen ideologischen Doktrin während des kalten Krieges seinen weiteren Gebrauch zu finden. So entstand eine brisante Mischung hinter den Schweigemauern der nachrichtendienstlichen Methoden der Verwendung der extremen Gruppierungen gegen unbeliebten Regime im Osten. Nach der Regel entstand durch die Mitwirkung der zusätzlichen politischen Ziele und nachrichtendienstliche Methoden unter der Truman-Doktrin eine neue Entwicklung und Entfaltung durch den Gebrauch der Ideologie des extremen Nationalismus, neben anderem auch der neu organisierten Ustascha Reste des in einem blutigen Krieg besiegten Terrorstaat „Unabhängiger Kroatien 41-45.  Sehr rasch entwickelten sich durch die Bildung und Unterstützung innerhalb Gladio-Systems alten – neuen terroristischen Gruppierungen,  neue – alte Grabenkämpfe die durch eine Reihe von Terrorakten mit alten neu formulierten Zielen belebt, die Möglichkeiten des Überlebens und Neugestaltung der alten Ideologie in den Rahmen des kalten Krieges gegen Kommunismus im Osten forderte.

 

Auszug aus einer Hausarbeit – Link:

Die qualitativ den NS-Verbrechen kaum nachstehende Härte in der Umsetzung der Ustascha-Rassenideologie wurde bereits im Ausdruck mit „allen Mitteln“ angedeutet. In Bezug auf Gewaltverherrlichung ähnelt die Ustascha ihren faschistischen beziehungsweise nationalsozialistischen Vorbildern in Italien und Deutschland nicht nur, vielmehr wird aufgrund des von der Ustascha ausgehenden Terrors der Anfangsjahre die Gewalt zum zentralen Merkmal in ihrer Außenwahrnehmung, spätestens seit dem von ihr gemeinsam mit der bulgarisch-makedonischen Untergrund- und Guerillaorganisation IMRO ausgeführten und erfolgreichen Attentat auf den jugoslawischen König Alexander bei dessen Staatsbesuchs im französischen Marseille am 9. Oktober 1934, dem auch sein Gastgeber, der französischen Außenminister Barthou, zum Opfer fiel. Nachdem ein von der Ustascha organisierter bewaffneter Aufstandsversuch in der Lika
– eine historische Landschaft im Westen des heutigen Kroatiens – 1932 mangels Unterstützung in der Bevölkerung gescheitert war,…

Nach dem Zweiten Weltkrieg und Zerschlagung des völkerrechtlich nicht anerkannten Ustacha – Staates Kroatiens, kam von Seiter der Sieger zur blutigen Rache. 1945 werden die wesentliche Teile der geflüchteten Ustaschaarmee, neben anderen Militärverbände und Teilen der begleitenden Zivilen ,  von der österreichischen Grenze von britischer Militärverwaltung nach Jugoslawien zurückgegeben und es kam zu massiven Erschießungen und Racheakten.  Der blutige Krieg (1941-1945) der unzählige Opfer, neben anderem mehrere hunderte Tausende von Ustascha-Regimes ermordeten,  forderte große Rache durch Massaker dem mehrere Tausende ohne irgendwelchen Anspruch auf gerichtliche Behandlung als Opfer fielen.

wikipedia öogo Die Massaker von Bleiburg

waren eine Serie von Kriegsverbrechen, die 1945 von der jugoslawischen Volksbefreiungsarmee an kroatischen Truppen des faschistischen Unabhängigen Staates Kroatien (NDH), serbischen und montenegrinischen Tschetniks und an slowenischer Heimwehr verübt wurden, die mit dem nationalsozialistischen Deutschen Reich und faschistischen Italien verbündet waren.
Die Bezeichnung bezieht sich auf den Ort Bleiburg (Kärnten). Die genannten Truppen, die noch nach dem 8./9. Mai 1945 die Kampfhandlungen gegen die jugoslawische Volksbefreiungsarmee fortsetzten, wurden nach ihrer Kapitulation und Entwaffnung ohne jedes Gerichtsverfahren Opfer von Massenerschießungen oder auf „Todesmärsche“ geschickt.[1] Auch Zivilisten und deutsche Kriegsgefangene wurden ermordet. In Slowenien werden diese Ereignisse als „Tragödie von Viktring“, in Kroatien als „Tragödie von Bleiburg“ bezeichnet. In der sozialistischen jugoslawischen Erinnerungskultur waren sie als „Endkesselschlachten“, „abschließende militärische Operationen“ oder „das große Finale in Kärnten“ bekannt.

Die Spirale der Gewalt und Gegengewalt, Rache um Rache wurde im Mai – Juni 1946 durch fatalen Fehler fortgesetzt. Offensichtlich waren die verletzte Gefühle, die zahlreiche Morde und Verluste begangen von flüchtenden Angehörigen des Ustascharegimes der Grund für die Fortsetzung des Verbrechens seitens der Sieger. Eine fatal verlorene Chance die die Spirale der Gewalt, die wie im Dokumentarfilm geschildert seit 1967 in eine blutige Neuauflage in 90er Jahren münden wird.

 „Rache bis ganz tief an die Wurzeln“

Exekutionsbefehl. Zunächst erhielt Dubajic eine Weisung von Tito, die Kriegsgefangenen entsprechend der Genfer Konvention zu behandeln. Sie seien zu internieren, bis ihnen der Prozess gemacht würde….
Am 26. Mai hielt Tito eine Rede in Ljubljana, in der er unverblümt ankündigte, dass jene Feinde, die bislang überlebt hatten, „die herrlichen Berge und blühenden Felder (Jugoslawiens) nie mehr wiedersehen werden“. Die slowenische Zeitung „Slovenski porocelevec“ wurde noch unmissverständlicher: „Die Rache muss bis ganz tief an die Wurzeln gehen.“…
Am selben Tag begann das blutige Gemetzel im Hornwald. Die Opfer wurden in Gruppen von 400 bis 500 Menschen in den Wald geführt, erschossen und in die Karstspalten gestürzt. Bis zum 5. Juni ratterte die Todesmaschinerie, elf Tage lang. Dubajic selbst war nicht an der Mordorgie beteiligt. In Kocevje nahm er jeden ankommenden Zug mit Todeskandidaten in Augenschein und suchte, wie er schreibt, wie besessen nach Zarko Kerkez, Ljuba Carev und dessen Bruder sowie dem Studenten Studa – Ustascha-Mitglieder aus der Umgebung seines Heimatorts Kistanje, die seine Schwiegermutter und zahlreiche serbische Freunde ermordet hatten, die aber nicht unter den Ankömmlingen waren. Ansonsten saß er im Bahnhof von Kocevje und labte sich am Bakarska-Wässerchen. „Wie im Film“ seien ihm die Bilder vor Augen gestanden, als damals die Ustaschen seine Serben zu ermorden begonnen hatten.

Die fehlende juristische Bearbeitung der Vergangenheit, das Schweigen über eigenen Fehlern, so gar schwersten Verbrechen, der fehlende Wille der Anerkennung nicht nur der eigenen Schuld, sondern viel mehr der Ursachen des Konflikts, die lediglich durch ideologische Floskeln ersetzt wurde, begünstigte die Radikalisierung der Gewaltspirale in der Nachkriegszeit. Die totalitäre  Ursache der Eigendynamik der totalitären Anschauungen in der ununterbrochenen Wechselwirkung und tiefstem nihilistischem Hass gegenüber den Feind. Auf dem konkreten Beispiel, dem Teilkrieg innerhalb der ganzen Doktrin des Kalten Krieges, geführt unerbittlich hart von beiden Seiten entsteht seit 1967, wie im Dokumentarfilm geschildert, eine Spirale der Terrorgewalt und Antiterrorgewalt, wobei sich beiden Seiten außerhalb der Gesetzeslage bewegen, beide Seiten haben eine staatlich – institutionelle, streng geheime Struktur, Steuerung, oder mindestens streng geheime, institutionell komplexe Unterstützung. Die beiden Seiten, einerseits extremistische Terrorgruppen und ihre neue ideologisch gebastelte Ideologie mir der Hilfe der nachrichtendienstlichen Einflüssen, andererseits erzwungene staatliche repressive Strategie der jugoslawischen Dienste, bilden ein System in gesamten Maßnahmen und Verwendungszwecken als Ein Teil der praktizierenden Mitteln innerhalb der ganzen Truman-Doktrin.

Kroatische extremistische Terrorgruppen ein Teil des Gladio Systems NATO – Staybehind in Deutschland?

Die Frage ist weder politisch noch auf irgendwelche andere öffentlich vertretbare Weise erlaubt. Sie gehört nicht zu öffentlich korrektem Umgang. In heuristischem Sinne der Geschichtsforschung ist sie erlaubt, aus unteilbaren grenzüberschreitenden Interessen so gar erforderlich. Wenn nicht aus anderen gründen dann aus der Tatsache dass es sich um die Prozesse, Ereignisse, ihrer Betrachtung handelt, die real ohne irgendwelche tatsächlich durchgreifende demokratische Kontrolle, und Achtung des rechtes entwickelt, wirkend gegen die demokratische verfassungsmäßige Grundordnung und die Rechte vielen anderen Betroffenen die ohne eigenen Willen und Wissen Opfer dieses streng geheimen geschützten Systems geworden sind. Die Existenz, so gar struktureller Aufbau und Kommandolinien des „Stay Behin – Gladio Systems“ sind mittlerweile zugegeben und teilweise bekannt. Welche alle andere Tätigkeiten, Vernetzungen und Gebrauchsweisen diese Strukturen unter strengster Geheimhaltung mit sich und um sich entfaltet haben, bleibt Geheimnis. Was die Vernetzung, Ausbildung, Finanzierung, Steuerung  der terroristischen Ustascha-Gruppen  angeht, sie waren nicht nur in der BRD, oder unter heuristischer Betrachtung von Teilen der deutschen Nachrichtendienste unterstützt. Die andere Länder wie Österreich, Italien, Australien usw. waren beteiligt. Allerdings seit 1967/68 kann man eine Intensivierung dieser Gruppen beobachten und analysieren.

Wendepunkt das Jahr 1968 und Attentat in München

Im Dokumentarfilm wird der Attentat an Redaktion der kroatischen Zeitung in München am 16. Oktober 1968 als Anfang der auffälligen Mordserie auf dem Boden der BRD  an oppositionelle Exilkroaten ernannt.

Zeit - logo blau Link zum Artikel  – die Zeit 1982/19 „Krige im Untergrund – Liste der Morde.
16. Oktober 1968: Bei einem Überfall auf das Büro der Untergrundorganisation „Bund der /ereinigten Kroaten“(UHNJ) sterben in Münzen Mile Rukavina, Krešimir Tolj und Vid Maričić durch Pistolenschüsse.

Der Mord in München wurde nie aufgeklärt, aber übereinstimmend durch alle Aussagen der öffentlichen Stellen wie mittlerweile entlarvten Doppelagenten oder mehrafchen Counterman-Agenten, anderen Berichten aus der Szene, folgt dass man über diesem Attentat an Redaktion in München 1968 nicht weiß. Nicht einmal wer der Täter und wer der Auftragsgeber  sein könnte. Man geht zu schnell einfach davon das es die jugoslawische Geheimpolizei gewesen sein müsste. Die selbst würde sich noch immer damit zufrieden geben, aber in der Wirklichkeit sind die Hintergründe, ihre dynamische wechselwirkende Wirkungen und Ziele viel komplexer. Der Mord und Terror sind lediglich bedauerlicher Ausdruck dessen was Herr Dohnanyi als die schwarze Seite der Politik schildert und wo die unschuldige Opfer zu bedauern sind. Und damit ist diese Erwähnung der Aussage des Herrn Dohnanyi überhaupt nicht abwertend gedacht. Im Gegenteil es bringt nur mehr Licht in äußerst komplexe Vorgänge und Funktionsweise der institutionellen Systeme die auch machtlos der Lauf der Geschehen ausgeliefert sind.

Die Welt - logo 12.10.14 Die Welt – Link
Als Jugoslawiens Geheimdienst in Bayern morden ließ
Welt am Sonntag: Zurück nach Bayern: In München wurden in der Paul-Heyse-Straße drei Männer im Büro des „Bundes der vereinigten Kroaten“ getötet. Bei Augsburg erblindete ein Wirt nach einem Kopfschuss. Spektakuläre Fälle wie diese gab es eine ganze Reihe. Wie kann es sein, dass sie nicht für mehr Schlagzeilen gesorgt haben und die Ermittlungen ins Leere liefen?
Grüll: Auch wenn der Vergleich schwierig ist: Es gibt Parallelen zu den NSU-Morden – die ja lange „Dönermorde“ genannt wurden. Bei beiden Serien stammten die Opfer aus dem Ausland. Bei beiden Serien hieß es immer wieder: Die tragen Fehden unter sich aus und haben wahrscheinlich Verbindungen zur organisierten Kriminalität. Offenbar schauten die deutsche Gesellschaft und die Ermittler da lange Zeit nicht so genau hin. Ein Dreifachmord am helllichten Tag zum Beispiel müsste München eigentlich ins Mark treffen – aber tatsächlich wurden die Ermittlungen schon nach wenigen Monaten eingestellt. Ein anderes Problem ist auch hier, dass unsere eigenen Geheimdienste in der Szene mitgemischt haben. Der erwähnte Ex-Agent aus Fürth, der bis heute völlig unbehelligt in Bayern lebt, hat beispielsweise auch dem deutschen Bundesamt für Verfassungsschutz Informationen geliefert.
Welt am Sonntag: Wurden die Ermittlungen behindert?
Grüll: Sicher ist: Es gab absurde Verstrickungen und mehrere Doppelagenten, die für Jugoslawien und die Bundesrepublik gearbeitet haben. Und es gibt durchaus Anzeichen dafür, dass die deutschen Behörden ihre schützende Hand über diese Leute gehalten haben, dass zum Teil auch Ermittlungen blockiert wurden.

Zur Erinnerung 1964 schrieb der Spiegel über den Prozess gegen 26 angeklagten Terrorgruppe die den Anschlag an jugoslawische Handelsvertretung in Bonn – Mehlem  ausgeübt hatte folgendes:

Koß ViktorTruman Doktrin und Ustascha Terror nach 1948 Link

Spiegel logo Der Bruch zwischen Ost und West brachte die Ustaschi jedoch wieder auf die Beine. Mühelos deuteten Pavelic und seine Leute ihr kroatofaschistisches Kredo in einen populären Antikommunismus um. Aus dem nationalistischen´Streit um ein unabhängiges Kroatien, in dessen Verlauf Pavelic bereits 1934 den jugoslawischen König Alexander I. in Marseille hatte ermorden lassen, wurde ein “abendländischer Kreuzzug” gegen Tito und den jugoslawischen Nationalkommunismus.

Die deutschen Behörden könnten eigentlich nicht in die Szene eindringen, weil sie einfach mehrseitig und komplex die ganze Zeit geschützt wurde. Die Doppelagenten waren eigentlich vor allem unter dem Schutzschirm der besonderer Gesetze die die verdeckte Operationen und besondere Agenten als Angehöriger der unter dem Abkommen zum NATO-Truppenstatut standen, ohne dass irgendjemand, so gar die zuständige Ermittlungsbehörden, Staatsanwälte, BK, Verfassungsschutz, parlamente oder Gerichte weiter ermitteln dürften. Diese Ermittlungen wären einfach per Gesetz geblockt.

Attentat an die Redaktion der kroatischen Zeitung in München vom 16. Oktober 1968 wurde nie aufgeklärt, die Ermittlungen wurden nach ein paar Monate eingestellt. Der Doppelter Agent Milan Dorič, Deckname Hanzi der selbst im Dokumentarfilm zur Sprache kam und seine Tätigkeiten neben für den jugoslawischen und deutschen Geheimdienst für CIA, MI6  und andere bestätigte gab ein interview dem slowenischen Magazin „Mladina“. In diesem Interview bezüglich Strafanzeige gegen ehemaligen Chef des föderalen Büros  für Staatssicherheit, auch einem Slowenen, Silvo Gorenc für die Ermordung in München, erwähnte sehr interessantes Detail:

logo_mladina – Interview Milan Dorič
Glede Rukavine pa: v resnici so me nemški organi uradno tedaj poklicali iz Münchna, da si grem ogledat kraj umora. Mi smo to tedaj raziskovali, vsi indici so kazali, da je Rukavina plačal z življenjem zato, ker je njegova ustaška enota med drugo svetovno vojno ubila dva angleška in dva ameriška pilota. Mislim, da leta 1944.

Übersetzung:

Милан Дорич: Was der Fall Rukavina (ermordet 1968 in München) betrifft in der Tat haben mich die deutschen Ermittler aus München angerufen um bei Aufklärung zu helfen. Wir haben es damals gelöst, alle Indizien sprachen dafür dass Rukavina mit dem Leben bezahlte weil seine Ustascha-Einheit während des Zweiten Weltkrieges zwei amerikanische und zwei britische gefangen genommenen Piloten ermordet hatte. Ich denke es geschah im Sommer 1944.

Überfall auf die Redaktion der Zeitschrift „Kroatische Freiheit“ in München bei dem Mile Rukavina neben anderen zwei, dem Zeitungsredakteur Krešimir Tolj und aus Frankreich eingereisten Vid Maričić erschossen wurde, wird UDBA zugeschrieben, aber bei der Betrachtung allen anderen Hintergründe aus der „Szene“, wird das gante Bild getrübt und weist auf die viel komplexere Hintergründe und weittragende Ziele und Operationen, ihre Steuerung und Methoden. Der Täter sollte bei der Erschießung eine Uniform der deutschen Polizei getragen haben. Im Zusammenhang mit der Behauptung über einen Racheakt auf Rukavina wegen Ermordung der amerikanischen und britischen Piloten 1944 von seiner Ustascha-Einheit deutet sich entsprechend allen anderen bekannten Maßnahmen und Ziele innerhalb der Doktrin – Truman  Hinweise auf eine streng geheime verdeckte Operation die weit tiefere Pläne verfolgte, oder noch präziser in unter diesen Plänen folgte verdichten sich. Bei dem Attentat auf „Kroatische Freiheit“ermordete Vid Maričić sollte nach mehreren Behauptungen als Lockvogel eingesetzt gewesen sein und aus diesen Gründen ist er aus Frankreich nach München eingereist. Die Verflechtungen, undurchschaubare komplexe Beziehungen in der Szene zwischen unterschiedlichen Spitzeln, Agenten, Doppelagenten nie prüfbaren Aussagen und Aussetzung der Ermittlungen bezeugen über einem breiteren Gebrauch des ganzen entgegengesetzten Systems mit zwei bitterlich verfeindeten Seiten. Es ergibt sich eine dritte Seite – Gladio – Stey bhind Verwebung und Komplex der streng geheimen Netze und verdeckten Operationen,  die diesen komplexen „kleinen Krieg“ zwischen den extremen terroristischen Gruppen und einem souveränen Staat und seiner Geheimdienste, neben allen anderen Methoden des kalten Krieges  fordert.

Am 11. November 1968 schreibt der Spiegel über Berichterstattung anderer Zeitungen über Attentat in München:

 

11.11.1968 ZITATESpiegel logo

Süddeutsche Zeitung - logoDie Münchner „Süddeutsche Zeitung über den Mord an den Exil-Kroaten Mile Rukavina, Kresimir Tolj und Vid Maricic:

Nach Ansicht des Kriminalisten (Hermann Schmitt, Leiter der Münchner Mordkommission) könnte ein im SPIEGEL Nummer 43 erschienener Bericht „Bombe im Koffer“ mit dem dreifachen Mord in der Paul-Heyse-Straße in Zusammenhang stehen. In dem Bericht war von Bombenanschlägen in Jugoslawien und auf jugoslawische Auslandsvertretungen die Rede. Dabei wurde auch Rukavina als „Chef einer 1962 in der Umgebung von Stuttgart gegründeten Partisanenschule“ erwähnt. „Der Flüchtling vor serbischer Rache lebte lange Jahre unter falschem Namen. Heute Ist er unter seinem richtigen Namen in Münchens Paul-Heyse-Straße 25, IV. Stock, polizeilich gemeldet“, heißt es in dem Bericht. Der Eingang zum Büro der Exilkroaten war allerdings deshalb nicht ganz leicht zu finden, weil die Wohnungen des Hauses in Einzelzimmer unterteilt wurden, jedoch die Zimmerfluchten noch einen gemeinsamen Flur haben. Das Namensschild Rukavinas war an der Innentür, nicht an der Flurtür angebracht.

Die Kenntnisse über eine Untergrundorganisation mit den terroristischen und bewaffneten Guerillakämpfern-Methoden hinter den Anschlag auf die Redaktion der Zeitschrift §Kroatische Freiheit“ waren der freien Presse schon damals bekannt. Dass diese Organisation auf eine besondere Weise innerhalb des breiteren Konzeptes des Gladio-Systems, wie viele andere Bestandteile der ganzen Szene involviert war, ist mittlerweile nachgewiesen und zugegeben. Was man aus der gesamten Vergangenheit, manchmal sehr schweren gegenseitigen Erfahrungen lernen soll aus der ganzen Entwicklung ist eine solche internationale Zusammenarbeit die solche oder ähnliche Methoden in der Zukunft ausschließen muss. Weder die deutsche Behörden, Staatsanwaltschaft, Landespolizei, BK dürften eine Grenze überschreiten noch könnten sie es tun, weil die Grenze wurde durch spezielle Gesetzeslage, die verdeckte Operationen, Gruppen oder einzelne Personen  aus höheren Interessen schützte, auch dann wenn eindeutig krimineller oder politisch-terroristischer Hintergrund bekannt war, verboten.

Über die Vielfältigkeit der Auseinandersetzungen und undurchschaubaren Verstrickungen, darf man aus der Analysen der Angehöriger der extremistischen  politischen Szenen der Exilkroaten  sehr viel entnehmen. Sie untermauern und beweisen so gar Gebrauch und Missbrauch, die nicht im Krieg mit UDBA stattfand, sondern viele andere nachrichtendienstliche Einflüsse beinhaltet. So z.B:

http://dragotadic.net/dnevnik.php?kvaka=spisi&kljuc=9 (kroatische Sprache)

Gesetzeslage für die Aussetzung der weiteren Verfolgung ist durch die bekannte Paragraphen des G-10 Gesetzes und insbesondere Artikels 38 des Zusatzabkommens zum NATO-Truppenstatut gegeben. Trotzdem ist die Ermordung eine Straftat, weil der jugoslawische Staat sich nicht bemüht hatte die potentielle oder die Täter der ausgeübten Terrorakten durch rechtmäßige Prozesse zu ermitteln und zu beurteilen. Die beiden Kreise die aufeinander prallten und deren Krieg sich seit 1967/68 intensivierte, verfolgten eigene Logik und damit entstand eine Eigendynamik einschließlich mit den anderen Prozessen, die der Erhöhung der Spannungen beigetragen hatte, die letztendlich ihren tragischen Höhepunkt  in 90er Jahren finden werden. 

  Spiegel logo Spiegel schreib weiter 11.11.1968 ZITATE

Stuttgarter Zeitung-logoDie „Stuttgarter Zeitung“:
Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL hatte … gemeldet, die jugoslawische Geheimpolizei „Ubda“ habe Mile Rukavina als den Chef einer bereits 1962 in der Umgebung von Stuttgart gegründeten Partisanenschule ermittelt. Rukavina habe die ihm zu Terroranschlägen nach Jugoslawien eingeschleusten Exilkroaten vor ihren Einsätzen nach James-Bond-Art trainiert …
Unverständlich bleibt bei diesem Sachverhalt allerdings, warum sich Rukavina, der sich viele Jahre unter falschem Namen verborgen gehalten hatte, vor einiger Zeit in der Münchner Paul-Heyse-Straße polizeilich unter seinem richtigen Namen anmeldete und am Eingang des Hauses auch ein entsprechendes Türschild anbrachte. Rukavina war seither auch im Münchner Telephonbuch unter vollem Namen aufgeführt.
Ex-Bundespressechef Felix von Eckardt in der „Berliner Morgenpost“ über „Meinungsmonopol“:
Im Bereich der politischen Magazine gibt es allerdings tatsächlich eine Monopolstellung. Der SPIEGEL deckt dieses Bedürfnis der Leser nahezu völlig ab, und kein Verleger könnte das finanzielle Risiko eingehen, durch eine Neugründung dem SPIEGEL seine Stellung streitig zu machen. Immerhin kann man in diesem Fall noch sagen, daß ein Verzicht auf die Lektüre des SPIEGEL den Bürger nicht informationslos machen würde. Daher muß er ihn schließlich nicht kaufen.

Wappen & Leitmotto der italienischen Einheit Gladio : „Durch Schweigen bewahre ich die Freiheit“

Die Vereine und Organisationen der Exil-Kroaten schrieben jede Ermordung dieser oder ähnlichen Art, auch dann wenn berechtigte Zweifel über wahren Täter und Hintergründen nachgewiesen sind, dem jugoslawischen Geheimdienst UDBA.Was dabei nach Regel unter Teppich gekehrt wird, ist simple, nachgewiesenen und durch unterschiedliche Weise nachgewiesener terroristischer Hintergrund. Dieser Terror hatte eine institutionelle Deckung, so gar Unterstützung, auch logistische und weittragende politische Zielsetzung. Man darf nicht vergessen, hier wird über 60er Jahre und Anfänge der Mordserie einerseits analysiert und andererseits dürfte der terroristische Hintergrund, seine Methoden, Nebenwirkungen und Nachfolgen nicht vergessen werden um aus der Spirale der Gewalt und Terrorgefahr für die Zukunft mehr zu lernen.

UDBA hatte eine andere Erklärung, aber bei so einer intensiven Auseinandersetzung wäre sicherlich eher stolz als traurig, abgesehen davon wie und wer eigentlich bei den bestimmten Morde der wahre Täter gewesen sein sollte. Nur die ganze Hintergründe sind auch bei dem jugoslawischen Geheimdienst nicht so eindeutig, da gab es seit 1966 wesentlichen Veränderungen, nicht nur personal, sondern was die ganze sicherheitspolitische Entwicklung beträfe. In welchem Zusammenhang standen diese Veränderungen und zahlreiche innere „Spielchen“ mit den seit 1967 intensivierten Terroranschlägen neben allen anderen, aber meistens der extremistischen kroatischen Terrorgruppen und in welchem Zusammenhang stand diese Entwicklung zu dem ganzen System Gladio und darüber hinaus anderen Einflussnahmen und  verdeckten Operationen aus der Truman-Doktrin?

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Gladio oder Stay-behind-Gruppe – ein Teil der Truman – Doktrin

 

wikipedia öogo Gladio

Der italienische Ministerpräsident Giulio Andreotti bestätigte am 3. August 1990 auf eine Parlamentsanfrage hin die Existenz einer „Operation Gladio” des SISMI. Er gab an, dass Gladio auch in zahlreichen anderen europäischen Ländern existiere. Im Oktober 1990 wurden Briefe des von den Roten Brigaden entführten und ermordeten Politikers Aldo Moro bekannt. Unter diesem Druck
sagte Andreotti aus, dass die Operation Gladio, entgegen seinen ursprünglichen Aussagen, noch bis in die späten 1970er Jahre gelaufen und die NATO maßgeblich an der illegalen Operation beteiligt gewesen sei.[5]
Das löste einen europaweiten politischen Skandal aus und führte zu parlamentarischen Anfragen in mehreren Ländern und zu Untersuchungskommissionen in Italien, Belgien und der Schweiz. Am 5. November 1990 erklärte der NATO-Sprecher Jean Marcotta, dass „die NATO niemals einen Guerillakrieg oder Geheimaktionen in Betracht gezogen hat.“ Einen Tag später bezeichnete ein anderer NATO-Sprecher dies als inkorrekt.

Standen die terroristische Ustascha-Gruppen unter dem Schutzschirm des Gladio-Systems?

Eine verräterische Frage den Verschwörungstheorien  Tür und Tor breit aufmachen würde. Einerseits übten seit 1967/68 in einer systematischen Reihe die terroristische Exilgruppen unterschiedliche Anschläge und so gar Widerstandsversuche, andererseits scheiterten sie und wurden einem besonderen Druck ausgesetzt bis letztendlich einer Serie der Morde. Trotzdem oder gerade deswegen übten sie einen Einfluss der unter allen Regeln der verdeckten Operationen im Zusammenhang mit anderen wirtschaftlichen, ökonomischen, politischen Maßnahmen durch die Desintegration Jugoslawiens und Entstehung der Nationalstaaten ein Ende des ideologischen  Konfliktes ermöglichte.

BBC Dokumentarfilm über Gladio aus dem Jahre 1992 mit zahlreichen Dokumenten und Aussagen der Zeugen und Teilnehmer. Ein System ohne parlamentarische, gerichtliche und exekutive Kontrolle, eine ernstliche Gefahr für jede Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Grundwerte und bürgerlichen Rechte. Ein Ausdruck der totalitären Machtansprüchen im Kampf gegen totalitären Regime die auch die organisierte Kriminalität, Korruption, Mafia ähnliche Strukturen etablierte.

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wikipedia öogoDaniele Ganser

2005 veröffentlichte Ganser seine Doktorarbeit über NATO-Geheimarmeen in Europa. Ausgehend von freigegebenen Dokumenten zur italienischen Stay-behind-OrganisationGladio“ belegte er zunächst die Existenz von weiteren Geheimarmeen in Westeuropa, die im Falle einer sowjetischen Invasion einen Guerillakrieg führen sollten. Er versuchte zudem den Nachweis, dass diese Geheimarmeen von zwei NATO-Ausschüssen koordiniert worden und einige an Staatsterrorismus beteiligt gewesen seien. Er vermutete zum Beispiel, eine deutsche Gladio-Einheit sei am Oktoberfestattentat beteiligt gewesen. Das Buch wurde in zehn Sprachen übersetzt und erschien 2008 auch auf Deutsch.
Der dänische Historiker Peer Henrik Hansen[1] kritisierte Gansers Buch 2005 als journalistisch und teilweise verschwörungstheoretisch. Ganser behaupte eine Verschwörung der westlichen Regierungen und ihrer Geheimdienste, vor allem CIA und MI6, mit den NATO-Geheimarmeen. Deren Existenz sah Hansen als bewiesen an; fehlende Primärquellen dafür führte er auch auf die fortdauernde Geheimhaltung westlicher Staaten zurück

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 Vincenzo Vinciguerra, ein Angehöriger der Ordine Nuovo-sagte 1990 zum Guardian:

„Der Weg des Terrors wurde von getarnt agierenden Personen verfolgt, die zum Sicherheitsapparat gehörten, oder die durch Weisung oder Zusammenarbeit mit dem Staatsapparat verbunden waren. Jede einzelne der Gewalttaten nach 1969 passte genau in ein einheitliches, organisiertes Schema … Die Avanguardia Nazionale wurde ebenso wie der Ordine Nuovo für einen Kampf mobilisiert, der Teil einer antikommunistischen Strategie war. Diese entstammte nicht etwa staatsfernen Institutionen, sondern dem Staatsapparat selbst, genauer dem Bereich der Verbindungen des Staats zur NATO.“[7]

 

Eine rechtsstaatliche Pflicht bei so intensiven Verletzungen der Grundrechte und Gefahren und zahlreichen Opfern bei der Zivilbevölkerung wurde einfach aus ideologischen Gründen umgegangen und damit wirkte und wirkt als eine reale Gefahr für die Werte die ursprünglich durch die Truman-Doktrin verteidigdt werden sollten.

Maier StaatsanwaltDr. Winfried Maier: Link: „Wie unabhängig sind Staatsanwälte in Deutschland?“
Eines aber müsste selbstverständlich sein. In so stark grundrechtsintensiven Verfahren, wie sie ein Staatsanwalt führt, ist kein Platz für Geheimnistuerei für nicht transparente Einflussnahmen, die vor dem Bürger qua Gesetz geheim gehalten werden dürfen. Jede Einflussnahme ist zu dokumentieren und, sobald es der Ermittlungszweck zulässt, Dritten zugänglich zu machen. Weisungen oder Einflussnahmen erfordern daher zumindest ein formalisiertes Verfahren.

Die Ermittlungen im Fall des Mordes an Mile Rukavina,  Krešimir Tolj und Vid Maričić in München beim Überfall auf die Redaktion der kroatischen Zeitschrift „Kroatische Zeitschrift“ am 16. Okt. 1968 wurden nach ein paar Wochen eingestellt, wenn sie überhaupt irgendwann begonnen haben, bzw. wenn die Ermittlungsarbeit der Polizei und der Staatsanwälte nicht die ganze Zeit behindert wurde. Und nicht zu vergessen für die Behinderung der Ermittlungen der zuständigen Institutionen besteht damals eine eindeutige Gesetzeslage. Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut, oder die andere Maßnahmen aus G-10 Gesetzes, die Hoheit der hoheitlichen und Interesse einer der Vertragspartei der internationalen Verträge geltend für die BRD schützen müssen. Bei der ganz oberflächlichen Analyse der verfügbaren Tatsachen und Informationen, auch nach mehr als 40 Jahren kann niemand eindeutig behaupten, was, wessen alle Interessen, Pläne, wer tatsächlich hinter dem Attentat in München 1968 stand. Für den konkreten Fall Djurkovic mit dem sich das Oberlandesgericht befasst und der neben einem anderen Fall, der Ermordung Djuro Zagajski, mit dem sich als Leitpfaden der Dokumentarfilm der B.R. und D-W befasst, besteht bei der Erkennung bis heute verfügbaren Tatsachen ähnliche Vorgehensweise, bzw. die Hintergründe und interessierte Strukturen sind vielfältig und haben komplexere Vernetzungen die alle in einer Ermordung münden, die bis heute nicht erklärt werden könnte, weil eben die hintergründige Interessen, entweder geheim gehalten werden müssen, oder stellen einfach dadurch unlösbare Ausgangslage für die Ermittler und Gerichte. Damit sind alle diese Fälle nur das was sie die ganze Zeit, Missbrauch zwischen Politik, Geheimniskrämerei, Gebrauch von Geheimdienste gegen verfassungsmäßigen und internationalen Pflichten, eine von der Gesamtheit der Politik selbst verschuldete Unmündigkeit aus man keinen Ausweg findet oder finden will, weil die Macht über das Recht, Gesetz und gemeinsamen unteilbaren tatsächlichen öffentlichen Interessen herrscht oder herrschen will.

Gab es eine dem Gladio ähnliche Struktur in der BRD?

Die Frage scheint beantwortet zu sein, es gab solche Strukturen und man weiß manche Details:

wikipedia öogoStay-behind-Organisationen

Im Jahr 1990 veröffentlichte die deutsche Regierung einen “Stay-behind-Bericht”, der vom Staatsminister im Bundeskanzleramt, Lutz Stavenhagen, verfasst wurde. Dort wurde eingeräumt, dass die Aufgaben, die in der Verantwortung der nationalen Geheimdienste lagen, seit den Jahren 1954/55 unter der Ägide des militärischen Hauptquartiers der NATO, dem sogenannten SHAPE koordiniert wurden. Dementsprechend unterstanden deutsche Einheiten wie der Geheime Widerstand, Kibitz, Gruppe 27 oder der Bund Deutscher Jugend zunächst der Organisation Gehlen und ab 1956 dem Bundesnachrichtendienst (BND). Die Größenordnung der Stay-behind-Organisation des BND war einem ständigen Wechsel unterworfen. Ende der 1950er Jahre umfasste die Organisation ca. 75 hauptamtliche Mitarbeiter. Ihr Bestand an nachrichtendienstlichen Verbindungen betrug zeitweise bis zu 500 Personen. 1983 wurde das Personal auch darin ausgebildet, Sabotageakte in feindlich besetzten Gebieten gegen Angreifer durchzuführen.[6][7][8][9]

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Zeit - logo blauGladio in Deutschland?

Im Artikel vom „Gefangen im Schweigenetz“ gab der ehem. Chef des BND, Eberhard Blum, aussagekräftige Erklärung über Existenz des Gladio-Systems in der BRD. Politisch zuständige Gremien hatten über Geheimarmee Bescheid, ob darunter parlamentarische demokratische Kontrolle, Staatsanwaltschaft, BK, Polizei, Richter gehörten wurde nicht beantwortet. Weil es ging nicht nur um die berechtigte souveräne Interessen und Recht eines souveränen Staates bezüglich Zweckmäßigkeit des ganzen Systems, sondern viel mehr um alle andere Geschäfte und Rechte die gar nicht mit den hoheitlichen Interessen zu tun haben, sondern viel mehr als besondere Rechtsstellung mit besonderen rechte einzelnen Personen oder Gruppen zu verstehen sind und die gegen allgemeine Interessen klar verstoßen, geschweige über Berechtigung ihres Daseins als bevorzugte Personen oder Gruppen.

Zeit - logo blau „Gladio?“ meint ein bundesdeutscher Experte, „so etwas hat es in Deutschland nie gegeben. Sie meinen vielleicht stay behind forces. Sie können es auch ‚Schweigenetz‘ nennen. Das gibt es in der Tat bei uns, und es ist das Selbstverständlichste für einen verteidigungswilligen Staat.“ Eberhard Blum, der die Geschichte des
Bundesnachrichtendienstes (BND) schon aus seiner Zeit als persönlicher Referent des legendären Reinhard Gehlen kennt und zwischen 1983 und 1985 Präsident des BND war, wiegelt ab. Er weist entschieden den Vorwurf zurück, auch in Deutschland habe eine nachrichtendienstliche Geheimorganisation ein mit Gladio vergleichbares – politisch unkontrolliertes – Eigenleben entwickelt. Was Blum aber nicht bestreitet, ist die Existenz einer vom amerikanischen Geheimdienst initiierten deutschen Organisation für verdeckte Operationen. Er nennt es „Schweigenetz“, da seine Existenz der Öffentlichkeit, nicht aber den politisch zuständigen Gremien, verborgen bleiben sollte. Das „Schweigen“ sollte erst im Kriegsfall gebrochen werden, wenn feindliche Truppen Deutschland oder auch nur Teile des Landes besetzt hatten

Eberhard Blum war von 1964 bis 1968 als Resident des Dienstes in London tätig. SeitMi6 1970 wurde er als Resident nach Washington versetzt. Diesen Dienstposten behielt er bis zu seiner Ernennung zum Präsidenten der Behörde am 27. Dezember 1982. Es ist die Zeit wann viele andere Operationen und Verbindungen mit weittragender Bedeutung als hintergründige Maßnahmen innerhalb der BND CIATruman-Doktrin im Gang gesetzt wurden. Manche von ihnen können als Verschwörungstheorien bewertet und verworfen werden, wenn nicht ausreichende Beweise, bekannte Details die Hinweise auf die Notwendigkeit einer ernstlichen wissenschaftlichen Untersuchung geboten hätten.

Der Dokumentarfilm „Mord in Titos Namen“ befasst sich mit diesem Zeitraum, 1967/68 – 1990. Man tummelt noch immer bei dem besten Willen in einem dunklen Raum, in dem anscheinend selbständige Entscheidungsträger die Entscheidungen über das Leben und Tod auf einer Seite und über Terrorakten damit das ursprüngliche Grundrecht der unschuldigen treffen andererseits. Alles in Namen der Freiheit, und zwar auf allen Seiten und getragen und geprägt mit höchst würdigen Zielen. Die Gewissenskonflikte sind vorprogrammiert, man wird früher oder später entscheiden müssen welcher Seite zur Verfügung in edlem Kampf für die Freiheit gehöre. Gleichzeitig ist es für professionelle Teile der Geheimdienste, die Planer der operativen Strategien, Methoden, einzelner Operationen, abgesehen von der Zugehörigkeit ein ganz rationelles Spiel. Die Gewissenskonflikte, die Unwissenheit, die Ungewissheit werden einfach ganz rational konstruiert um dadurch eine weitere Stufe der Spannungspolitik zu erreichen.

Eine wechselwirkende sinergische Zusammenwirkung aller Kräfte auf einer und derselben Zielsetzung der Geheimdienste innerhalb der Truman-Doktrin umfasste nicht nur Zusammenarbeit durch die Bildung und Unterstützung der extremistischen Terrorgruppen der Exilkroaten, sondern schloss die gemeinsame Zusammenwirkung mit dem Teil des Staatssicherheitssystems Jugoslawiens – UDBA. Die öffentlich bekannte Zentralstelle auf dem höchsten Rang der Hierarchie der politischen Machtstrukturen des jugoslawischen Regimes war Stane Dolanc, die operative Verbindungen und Ausübung unterschiedlichen Aktionen im Zusammenhang mit dem System-Gladio ging seit der Mitte 60er Jahre über slowenische UDBA. Aus diesen Gründen ist es um die geheimnisvolle Fälle Djurekovic oder Gajski, wie viele andere,  mit den sich der Dokumentarfilm verstehen zu versuchen notwendig, die Prozesse und Veränderungen in jugoslawischem Machtsystem, angefangen mit den strukturellen und personellen Änderungen im Jahre 1966 zu erklären.

Gab es innerhalb des jugoslawischen Sicherheitsapparat, darüber hinaus politischer Machtzentrale um Tito Veränderungen durch gezielte Aktionen die in breiterem Konzept der voraussehbaren Ereignisse standen. Welchen Zweck und welche Zielsetzung könnten diese Veränderungen und Besetzung der Machtposten haben? Erst der Blick in die Vergangenheit aufgrund erkannten, bekannten gesamten Prozessen geben einen neuen Einblick in die Vergangenheit.

 

wird fortgesetzt …

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Veröffentlicht 28. November 2014 von Viktor Koss

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